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Über die hydromikrobiologische Erforschung der Donau

Identifieur interne : 001B07 ( Main/Exploration ); précédent : 001B06; suivant : 001B08

Über die hydromikrobiologische Erforschung der Donau

Auteurs : V. Mucha ; I. Daubner

Source :

RBID : ISTEX:4B7F16B60BD53D19DF42D556FB988AA36DF56D52

Abstract

Zusammenfassung: Eine dringliche Notwendigkeit des Aufschwunges der Hydromikrobiologie tritt namentlich in den letzten 25 Jahren der heftigen Entwicklung der Industrie sowie der Landwirtschaft und von Siedlungen in den Vordergrund. Von der Bereitschaft der Hydromikrobiologen hängt in hohem Masse nicht nur der Schutz der Oberflächengewässer vor unzulässiger Verunreinigung und Kontaminierung ab, sondern auch die Schaffung von Unterlagen für Techniker hinsichtlich der Reinigung von Abwässern und Förderung ihrer Selbstreinigungsvorgänge. Zu diesem Zwecke muss man sich womöglich die neuesten theoretischen Kenntnisse und in der Praxis bewährte Methoden der Forschungs- und Routinearbeit aneignen. Als Beispiel kann die mikroskopische Zählung von Mikroben auf Membranfiltern angeführt werden, mit der die Gesamtzahl der Mikroben in einer Einheit von Wasser sehr genau bestimmt werden kann. Diese Methode soll weiter entwickelt und auf breiterer Basis zur Geltung gebracht werden. Gleichfalls bedeutend ist die zweckdienliche Benützung von Membranfiltern zur Kultivation von heterotrophen Mikroben aus dem Wasser sowie deren primäre und biochemische Identifizierung direkt auf Membranfiltern. Das Problem der pathogenen Mikroben in Oberflächengewässern sowie in Grundwässern erscheint auch derzeit nicht nur aus humanmedizinischer, sondern auch aus veterinärer Hinsicht progredient wichtig. Deswegen soll man diesem Problem eine erhöhte Aufmerksamkeit widmen, um die Verbreitung von Enteroinfektionen durch das Wasser als Zwischenträger zu verhüten. Die Bedeutung der Familie Pseudomonadaceae in den Oberflächenwässern wird derzeit noch unterschätzt. Es handelt sich hier um Mikroben, die nicht nur tote organische Stoffe rasch zerlegen, sondern z.T. auch um Arten, die für Menschen, Tiere und Pflanzen bedingt oder unbedingt pathogen sind. Ausserdem sind diese Arten oder einige ihrer Stämme Antagonisten vonE. coli und einiger Serotypen von Salmonellen. Eine wichtige Tatsache ist auch, dass sie sich bei der Belüftung des Wassers zum Nachteil der Enterobacteriaceae vermehren. Die Adaption der Mikroben an ein ihnen fremdes Milieu ist in theoretischer und praktischer Hinsicht ein wichtiges Problem. Auf Grund morphologischer, physiologischer und biochemischer Veränderungen bei Bakterien der Familie Enterobacteriaceae kann eine bessere Möglichkeit der Beurteilung ihres Indikatorwertes oder ihrer Pathogenität im Wasser im Hinblick auf die direkten und indirekten Bedürfnisse des Menschen erwartet werden. Dazu sind nicht nur ältere, sondern hauptsächlich neuere Methoden notwendig, einschliesslich in erster Reihe die Elektronenmikroskopie und biochemische Methoden für die Bestimmung von metabolischen und enzymatischen Veränderungen der Zellen. Die Aufgaben der modernen Hydromikrobiologie sind umfangreich und stellen Ansprüche an die Mikrobiologen mit Hinblick auf theoretische Kenntnisse sowie auf praktische Erfahrungen und Notwendigkeiten. Darum müssen auch im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Donauforschung der Societas Internationalis Limnologiae (SIL) in den einzelnen Donaustaaten Arbeitsbedingungen geschaffen werden, welche die Verteilung der Forschungs- und der praktischen Aufgaben an mikrobiologische Laboratorien je nach ihrer Ausstattung und Bereitschaft der Spezialisten ermöglichen würden.

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DOI: 10.1007/BF02503991


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